Belize

Belize in Mittelamerika ist kein reiches, aber ein friedliches Land. Die etwa 250.000 Einwohner bilden in ihrer Vielschichtigkeit und mit der Verschiedenheit ihrer Kulturen den besonderen Reichtum des Landes. In Belize leben Menschen unterschiedlichster Herkunft: Mestizen, Kreolen, Maya-Indianer, Garifunas, Europäer, Inder, Chinesen und andere. Genauso vielfältig ist auch ihre Religionszugehörigkeit: Katholiken (58%), Protestanten, Anglikaner, Methodisten, Mennoniten leben mit Minderheiten von Muslimen, Hindus, Juden, Bahai, Baptisten, Adventisten u.a. friedlich zusammen.

 

Die ersten Schwestern kamen 1913 nach Belize. Da die Einwohner zumeist Analphabeten waren, begannen sie mit dem Unterricht. Bald dehnten sie ihre Arbeit auf andere Bereiche aus. Sie gründeten 1957 eine höhere Schule in Belize City. Heute besuchen etwa 400 Schülerinnen aller Bevölkerungsgruppen, zum Teil aus armen Familien, die Pallotti High School mit kaufmännischem und hauswirtschaftlichem Zweig. Zur Unterhaltung der Schule gibt es praktisch keine Zuschüsse, so dass es oft schwer fällt, die erforderlichen Mittel aufzubringen.

 

In der Sorge für die Armen haben die Schwestern immer eine ihrer Aufgaben gesehen. Und die Menschen wissen, dass sie auf die Pallottinerinnen nicht nur dann zählen können, wenn ein Hurrikan wieder zahlreiche Verwüstungen hinterlassen hat.

 

Heute leben viele der Ärmsten in der größten Stadt des Landes, in Belize City, z.B. in dem Distrikt Jane Usher Boulevard. Dieses Slum wurde im Herbst 2000 durch den Hurrikan Keith besonders stark getroffen. Bis heute leben die Menschen im Wasser, da die Dächer ihrer Hütten beschädigt sind. Eine Schwester verteilt hier mit einer Gruppe von Frauen Lebensmittelrationen; doch ihre Pläne gehen weiter: Verbesserung der Lebensbedingungen in den Hütten, Aufschüttung von Land und Straßenbau, Bildung.

 

junge Maya-Frauen leben bei den Schwestern, um die höhere Schule besuchen zu können

Im Jahr 2000 baute die Gemeinschaft in Nazareth, Punta Gorda Town ein Exerzitien - und Bildungshaus. Hier, im südlichsten und unterentwickeltsten Distrikt des Landes, in dem viele Maya-Indianer leben, gab es bis dahin keine Möglichkeit für Zusammen-künfte, Exerzitien oder andere Kurse. Seit 1996 nehmen die Pallottinerinnen junge Frauen aus dieser Bevölkerungsgruppe in ihrem Haus auf, um ihnen den Besuch einer höheren Schule zu ermöglichen. Ihr Ziel ist es dabei, den Frauen zu helfen, sich ihrer Würde bewusster zu werden und ihre Fähigkeiten zu entwickeln.

 

Schließlich engagieren sich die Pallottinerinnen auch in ausgesprochen kirchlich-pastoralen Aufgaben. Sie bilden "Pallotti-Road-Apostles" aus, die in die Dörfer gehen, um ihren Glauben mit denen zu teilen, denen sie begegnen. Sie begleiten Menschen beim Eintritt in die katholische Kirche und bereiten sie auf den Sakramentenempfang vor.

 

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