Weltjugendtag Krakau 2016

Die Arbeitsgemeinschaft Jugendpastoral der Orden hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ein Katecheseteam für den WJT in Krakau zu stellen. Es fanden sich schnell dreizehn Personen, die entweder selbst Ordensleute in der Jugendpastoral sind oder die sich in der Jugendpastoral eines Ordens engagieren. So machte sich eine bunte Mischung von Menschen aus acht verschiedenen Ordensgemeinschaften in Deutschland auf den Weg nach Krakau, ausgerüstet mit Instrumenten, Musikanlage, vorbereiteten Gottesdiensten und Vorprogramm und vielen Ideen.

 

 

In Gaj, einem Vorort ca. 15 Kilometer von Krakau entfernt, haben wir eine Gruppe von ca. 400 Jugendlichen zugeteilt bekommen, die drei Tage lang jeden Morgen zu uns in die Kirche kamen. Unsere Aufgabe war es in einem Vorprogramm auf die Bischofskatechese einzustimmen, den Gottesdienst vorzubereiten, die Musikband zu stellen, den Infopoint zu betreuen, erste Hilfe anzubieten, für Gespräche da zu sein, die Kirche zu gestalten, Raum für Beichte zu bieten, Lektoren und MessdienerInnen unter den Jugendlichen zu suchen…

 

Bischof Schick aus Bamberg, Bischof Eleganti aus Chur in der Schweiz und Bischof Hanke aus Eichstätt haben in den drei Tagen ihre Katechesen gehalten – alle sehr persönlich und authentisch und mit viel Humor. Sie stellten sich den Fragen der Jugendlichen und hielten Gottesdienst. Mit ihren sehr persönlichen Zeugnissen, auch mit ihren Zweifeln und ihrer Hoffnung haben die Bischöfe die Jugendlichen schnell in ihren Bann gezogen und so neue Impulse gegeben auf dem Weg zu mehr Barmherzigkeit im Alltag.

 

Für uns als Team gab es am Nachmittag immer noch Zeit am allgemeinen Programm teilzunehmen: Wallfahrt, Ankunft des Papstes, Einladung zum Delegiertentreffen der deutschen Jugendpastoral, Kreuzweg mit dem Papst, Treffen der deutschen Pilger und einfach Krakau genießen mit all den vielen bunten Jugendlichen.

 

Die Stadt war übersät von jungen Menschen aus aller Welt. In überfüllten Bahnen wurde gesungen, auf Straßen getanzt und gefeiert, in Kirchen gebetet und Gott bejubelt. Ein friedvolles Treffen voller Gebet und Freude, was letztlich nur stattfinden konnte durch den Einsatz vieler Freiwilliger und was immer wieder betont wurde, durch die große Gastfreundschaft der Polen. Diese Gastfreundschaft haben auch wir genießen können bei den Salesianern Don Boscos, die uns beherbergt und uns viele Wege freigemacht haben (im wahrsten Sinne des Wortes – Durchfahrtsgenehmigungen für gesperrte Straßen organisiert).

 

 

Es war eine bereichernde Zeit. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich 2019 in Panama wieder.

 

Sr. Simone Hachen SAC