Zum Gedenken an Sr. Gerhardis Tenberge SAC

In der ersten Stunde des 11. April 2018 vollendete Gott, der Herr über Leben und Tod, das Leben von Sr. M. Gerhardis SAC (Maria Tenberge).

 

Am 16. Juni 1925 in Heek als viertes von 14 Kindern geboren, wurde sie auf den Namen Maria getauft.

Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie ein Jahr zu Hause in ihrer Familie, und nach dem Abschluss der Haushaltungsschule zwei Jahre als Landwirtschaftsgehilfin bei einem Bauern.

1947, mit 22 Jahren, zog sie nach Olpe. Dort erlernte sie alle anfallenden Arbeiten in Küche und Haushalt. Dabei war dies eine günstige Gelegenheit, die Gemeinschaft der Pallottinerinnen kennen zu lernen, denn sie wollte Ordensschwester werden.

 

So trat sie nach der Ausbildung, im Februar 1949, in Limburg ins Postulat unserer Gemeinschaft ein. Nach ihrer ersten Profess 1952 arbeitete sie bis 1997 an verschiedenen Orten in Küche und Haushalt. Zwischendurch kam sie nach Limburg zurück, um im Exerzitienhaus zu helfen. Ihren letzten Arbeitseinsatz erbrachte sie von 1986 bis 1997 im Pallotti-Haus in Vallendar. Danach kehrte sie endgültig nach Marienborn zurück, wo sie sich immer noch im Speisesaal einsetzte.

 

In früheren Zeiten spielte sie gern und gut Zither, die sie liebte. Sie sang gerne und freute sich an den Begegnungen mit Menschen, in den Exerzitienhäusern und in der Gemeinschaft. Nach einem Schlaganfall vor 16 Jahren konnte sie nicht mehr sprechen. Trotz dieser Behinderung verlor sie nie den Humor; sie konnte laut, herzlich und ansteckend lachen und sie verfolgte mit Interesse die Geschehnisse in der Gemeinschaft. Sie beobachtete genau die Schwestern und ihre Umgebung, lobte und kritisierte auch schon mal. Sie nahm immer treu am Stundengebet der Gemeinschaft teil. Außerdem verbrachte sie täglich viel Zeit im stillen Gebet in der Kapelle. Gott, der sie zu sich geholt hat, kannte sie bis auf den Grund ihrer Seele.

 

Sr. Gerhardis war eine Arbeiterin, der nichts zu viel war. Auch als Schmerzen sie plagten, klagte sie nie. Bescheiden und zurückhaltend gestaltete sie ihr Leben. Im hohen Alter hat Gott sie zu sich gerufen, lebenssatt, wie es in der Bibel heißt. Sie verstarb still und ruhig. Wir sind dankbar für alle Erfahrungen mit Sr. Gerhardis, die uns in Vielem reich beschenkt hat.